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Mechanismen

Mechanismen für natürliche Schädlingsunterdrückung bei Pflanzen

1) Wirkungsstoffe für direkte biologische Schädlingsbekämpfung mit Wurmtee:

Wurmtee als Blattspray ist ein in der Natur vorkommendes biologisches Mittel für vollständige   Unterdrückung von allen pflanzenfressenden und saugenden Schädlingen mit breitem Wirkungsspektrum. Wurmtee enthält Glucanase, Chitinase und Chitin auflösende Bakterien. Chitinase und Glucanase zerstören die Panzer des Krustentieres direkt und chitinolytische Bakterien wie Pseudomonas, Aeromonas greifen das aus Chitin gebaute Exoskelett der Krustentiere an. Schädlinge leiden dann an der Schalenkrankheit und flüchten. Verdauenshemmende Eiweiße stören die Verdauungsprozesse von Schädlingen. Sie können sich nicht mehr ernähren, z.B. Raupen wachsen nicht mehr und sind leichte Beute von ihren natürlichen Feinden, den Nützlingen. Die Schädlingspopulation wird dezimiert, kann sich nicht etablieren und richtet nur geringen Schaden an.

2) Gestärkte pflanzliche Immunantwort: Beim Angriff von fressenden und saugenden Schädlingen aktivieren die Pflanzen ihre Botenstoffe zur Auslösung von Abwehrmechanismen.

  • Konstitutive Abwehr: Pflanzen sind für einen Angriff bereits gerüstet, sie bilden verschiedene Sekundärmetabolite, die sich von Art zu Art unterscheiden:
    Alkaloide: wie Nikotin, Kokain und Morphin
    Isoflavone: einige haben insektizide Wirkung andere können Unfruchtbarkeit bewirken
    Tannine: inaktivieren Verdauungsenzyme und hindern die Ernährung der Angreifer. Ihr bitterer Geschmack hat Abschreckungsfunktion
    Cyanogene Glycoside: bei Fressattacke setzen sie sich um in Ketone und Blausäure; Glucosinolate verwandeln sich bei Angriff in toxische Isothiocyanate und Nitrile.
    Cumarsäure wird bei Angriff in toxisches Cumarin umgewandelt
    Chitinase katalysiert die Zerstörung von Chitin
    Verdauenshemmende Eiweiße: Schädlinge können die Blattnahrung nicht verdauen, wachsen   nicht mehr und sterben.
  • Induzierte Abwehr als direkte Reaktion auf Beschädigung durch Fressfeinde.
    Pflanzen produzieren bei Angriff von fressenden Schädlingen Jasmonsäure, diese aktiviert eine ganze Reihe von sehr komplexen Abwehrmechanismen.
    Verstärkte Produktion von Sekundärmetaboliten: Bei vielen Pflanzen wird z.B. die Produktion von Chitinase um das 600fache erhöht.
    Mit Duftstoffen Alarm schlagen und andere Pflanzen über Fressfeinde informieren (so sind diese auf eine Attacke vorbereitet)
    Nährstoffe aus angegriffenen Blättern abziehen - so sind die Blätter für Schädlinge weniger attraktiv
    Angreifer durch Speichel erkennen und seine natürlichen Feinde mit Duftstoffen anlocken: (bei Tabakschwärmerangriff - Räuberische Wanzen, bei Spinnmilbenbefall - Raubmilben, bei Raupenbefall - Schlupfwespen usw.)
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